Social Media Praxistipp 1 : Die eigene kontrollierbare Vanity-URL

Auch bei der eigenen Vanity-URL gilt es aufzupassen. So hat facebook vor kurzem die facebook-Seite der Stadt München abgeschaltet und die Vanity-URL  www.facebook.com/muenchen für sich beansprucht. Dadurch waren, kurzzeitig, sowohl die Inhalte als auch die „Fans“ gelöscht.

Die Stadt München ist nun unter http://www.facebook.com/Stadtportal.Muenchen erreichbar. Auch die „Fans“ und die Inhalte sind, wohl nach einigen Gesprächen mit facebook, übertragen worden.

Sollte es aber Hinweise auf die facebook-Aktivitäten  in gedruckte Form geben, laufen diese ab nun ins Leere und im schlimmsten Fall sogar zu einer falschen Seite.

 

Zu empfehlen ist also eine eigene Weiterleitung mittels der eigenen Domain.

So verweist bspw. www.werning.com/fb auf www.fb.com/werning. Sollte es irgendwann zu Problemen kommen kann ich dort eine entsprechende Informationsseite schalten oder die Weiterleitung neu konfigurieren.

Ob man nun eine eigene Subdomain (http://fb.werning.com) oder ein Unterverzeichnis (http://www.werning.com/fb) nimmt ist u.U. für Suchmaschinen relevant – meiner Meinung nach aber zu vernachlässigen und reine Geschmackssache.

In sämtlichen Veröffentlichungen und Druckwerken wird nur auf die Domains hingewiesen, welche unter meiner Kontrolle sind. Evtl. Weiterleitungen können so korrigiert bzw. kontrolliert werden.

Das gilt nicht nur für facebook sondern für alle anderen Netzwerke ebenso. Sei es Google+, flickr, youtube, etc.

 Tipp: Daten sichern (mittels Download oder API) und eigene URL einrichten.

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itunes hängt – “Verbindung zum iTunes Store wird hergestellt”

Wer auch das Problem hat, dass itunes sich aufhängt bzw. dort nur steht “Verbindung zum iTunes Store wird hergestellt” und sonst nichts weiter geschieht, einfach mal folgendes probieren:

- “Start” drücken
- “Alle Programme” -> “Zubehör” wählen
- Bei dem Punkt “Eingabeaufforderung” rechte Maustaste drücken
- Danach als “Administrator ausführen” wählen
- Dialogfenster öffnet sich
- Dort eingeben (ohne Anführungszeichen): netsh winsock reset
- Enter drücken
- Fenster schließen, Computer neu starten

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Heute mal ein Interview von mir in der LZ: Thomas Werning zu Chancen und Gefahren im sozialen Netzwerk

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Abschaltung von facebook-Seiten durch facebook–vanity-URLs

Wie muenchen.de berichtet hat facebook die Seite “facebook.com/muenchen” mit 400.000 Fans einfach abgeschaltet.

Grund ist, dass das facebook wohl künftig Profile von Orten in Eigenregie führen will. Städtenamen, zumindest ohne Zusatz, seien daher unter der Facebook-Domain aufgrund der neuen Richtlinien nicht mehr erlaubt.

Die Betreiber des Städteportals München wurden im Vorfeld wohl nicht informiert und hatten auch keine Gelegenheit die Fans zu informieren oder die Inhalte zu sichern.

Wie Muenchen.de inzwischen selbst meldet, habe das Hamburger PR-Team von facebook nun angeboten, dass die Fanseite “umziehe” und unter einem anderen Namen wieder online gehen könne.

Seit einigen Stunden ist die München-Seite nun unter www.facebook.com/Stadtportal.Muenchen erreichbar. Die 400.000 Fans sind bisher nicht mit umgezogen.

Ich finde, der Vorgang als solcher ist eine Frechheit. Wenn man so etwas angeht (vielleicht aus guten Gründen) dann doch in Abstimmung zusammen mit denen, die eine solche Seite betreiben und die dadurch überhaupt einen Mehrwert in Form von Inhalten für facebook(nutzer) schaffen.

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Das wird den Ruf der Datenschützer als Spaßbremse stärken.

Oder als diejenigen, die sich nicht für Fakten interessieren aber trotzdem Statements abgeben.

Kann mir mal jemand diese Funktion zeigen:

“Google plus und Facebook haben die Gesichtserkennung freigeschaltet. Eigentlich praktisch: Man knipst mit dem Smartphone in der U-Bahn die Dame oder den Herrn gegenüber und checkt, was der/die so treibt: Wohnort, Vorlieben, politische Blogs, Sportverein, ledig, verheiratet …

Das ist möglich, wenn der Betreffende sich unter den weltweit 800 Millionenregistrierten Nutzern von Facebook befindet. “

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/datenschutz–facebook-muss-von-behoerden-webseiten-verschwinden-,10809148,11346916,item,1.html

Ich denke es wäre hilfreicher bei den Fakten zu bleiben und auf die tatsächlich möglichen Gefahren hinzuweisen.

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Report of Data Protection Audit of Facebook Ireland Published

In einem 149 Seiten langen Gutachten hat Irlands oberster Datenschützer Billy Hawkes analysiert, wie Facebook mit den Daten seiner Nutzer umgeht. Darin enthalten: eine genaue Analyse der technischen Abläufe, sowie ein Forderungskatalog, den Facebook bis Juli 2012 umsetzen muss.

Den kompletten Report (149 Seiten) und die technische Analyse gibt hier zum Download:

http://www.dataprotection.ie/docs/21/12/11_-_Report_of_Data_Protection_Audit_of_Facebook_Irela/1182.htm

 

Richard Allan, Director of Public Policy, Facebook EMEA, hat dazu einen Blogbeitrag auf der Facebookseite Facebook Public Policy Europeveröffentlicht.

 

Interessant die unterschiedliche Sichtweise der Presse:

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fb timeline – Datenschutzproblem oder alte Daten in neuen Formen?

Alle Welt scheint darüber zu berichten, dass facebook nun die neue Ansicht, timeline genannt, für alle Profile verwenden wird. http://www.facebook.com/about/timeline

Bisher konnte man diese Ansicht für sein eigenen Profil freischalten über Umwege freischalten.

Nun kann jeder sein Profil umschalten http://www.facebook.com/about/timeline (grüner Button “Hol dir die Chronik”) oder sieben Tage warten und dann wird die neue Ansicht (und mehr ist es eigentlich nicht) wohl für alle Profile aktiviert.

Nun ist überall zu lesen wie dramatisch, gefährlich ja sogar aufsaugend diese neue “Funktion” sei und das man nun erstmal aufräumen müsse.

Dabei hat sich nur eines geändert: Informationen, die man bisher schon bei facebook eingestellt hatte, werden neu angeordnet – nämlich chronologisch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wer nun ein ungutes Gefühl bekommt was nun jeder über einen lesen kann sollte dieses Gefühl eigentlich schon längst haben. Denn das was man in der “timeline” sieht konnte man auch (anders angeordnet) bisher sehen.

Also, wer ein ungutes Gefühl hat sollte weniger die Privatsphäreeinstellungen überdenken sondern überlegen, ob die bisher geposteten Informationen wirklich (halb)öffentlich mitgeteilt werden sollten.

 

Ich finde die neue timeline sehr schick und verwende diese schon seit einigen Wochen. www.fb.com/werning

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Vergleich von Smartphones

Ich bin mal meine persönlichen Für-und-Wieder Punkte für die Nutzung von Smartphones in Unternehmen am aufstellen.

Da ich selber nicht alle Geräte nutze und/oder im Detail kenne würde ich mich um weitere Anmerkungen, Anregungen und Ergänzungen aus eigenen Erfahrungen freuen. Einfach kommentieren, ich nehme die Punkte aus den Kommentaren dann nach und nach mit auf.

Es handelt sich hierbei um meine rein private Meinung und Einschätzung und ist keinesfalls eine verbindliche Empfehlung oder gar Nicht-Empfehlung zu einer bestimmten Plattform.

 

Windows Phone 7

  • Verschlüsselung SSL
  • Internet Flat notwendig/sinnvoll

Vertriebsplattform: Microsoft Hersteller App-Store

  • - Unsichere Administration
  • - Zum sicheren Betrieb sind Virenscanner und Firewall notwendig
  • - Anwendungen laufen als Applikation und sind dadurch angreifbar

 

Android

  • Linux Betriebssystem, die Oberfläche basiert auf Java
  • Verschlüsselung SSL
  • Internet Flat notwendig/sinnvoll

Vertriebsplattform: Freie App-Stores

  • - Unsichere Anbieter von Apps
  • - Virenanfällig

 

BlackBerry

  • Datenpakete von 5 MB sind ausreichend
  • Über den BlackBerry Enterprise-Server administrierbar

Vertriebsplattform: BlackBerry Hersteller App-Store

  • + Schlüssiges Sicherheits-Konzept
  • + Betriebssystemtechnologie
  • + Die freigegebenen Applikationen werden kontrolliert
  • + Zentraler Kommunikationsserver mit Administration
  • + Fernlöschung bis hin zur Nutzungssperre
  • + Kommunikationsserver hinter der Firewall
  • + VPN Tunnel zu den Endgeräten
  • + Zentrales Patch-Management durch BlackBerry Server (Alle mobilen Geräte haben den gleiche Softwarestand, dadurch Fehlervermeidung und besserer Support)
  • + Gerätebackup auf BlackBerry Server
  • - Es gibt keine Virenscanner (Gibt es Viren?)

 

Apple iOS

  • Verschlüsselung SSL
  • Internet Flat notwendig/sinnvoll
  • Tools zur Fernadministration nur per Zusatzsoftware
  • Hoher Qualitätsstandard

Vertriebsplattform: Apple Hersteller App-Store

  • + Betriebssystemtechnologie
  • + Die freigegebenen Applikationen werden kontrolliert
  • + Hoher Qualitätsstandard der Endgeräte
  • + Direkte Anbindung an ein Exchange Konto
  • - zentrale Administration nur über Zusatzsoftware
  • - Fernlöschung nur über iTunes oder Zusatzsoftware
  • - Apps können eigenständig installiert werden (kann/muss über Einstellungen gesperrt werden)
  • - Update einzeln über iTunes
  • - Backup in User Verantwortung (oder: Kein Backup, aber auch keine Daten mobil gespeichert)
  • - Unsichere Administration
  • - Es gibt keine Virenscanner (Gibt es Viren?)

 

 

Meine Favorisierung:

Iphone mit folgender Konfiguration:

  • Einschränkungen „Einstellungen -> Allgemein“ an jedem Gerät (individuell) vornehmen (nur für kleine Unternehmen, sonst zentrale Software wie http://www.ubitexx.com/ oder http://www.dialogs.de/ )
  • iTunes sperren, App-Installation sperren, …
  • regelm. Vorlage für Backups, Patches, etc. bei der IT
  • Aufwand: Neue Apss müssen zentral durch die Administration einzeln aufgespielt werden
  • Anbindung an Exchange

 

Evtl. zentrale Verwaltung über http://www.ubitexx.com/ oder http://www.dialogs.de/, ist im Prinzip mit allen Smartphones möglich.

 

Ich freue mich über Erfahrungsberichte und praktische Tipps.

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das facebook-Problem? am Beispiel eines eingebundenen Bildes

Henning Tillmann beschreibt in seinem Blog sehr schön, warum eine 2-Klick-Lösung wie für den facebook-”gefällt-mir” Button u.A. gefordert, mit dem derzeitigen Internet nicht zusammengeht.

PrivacyImg - Ein interaktives Beispiel. Konfiguration ueber http://tilli.me/privacyimg

Vor allem diesem Absatz kann ich nur voll zustimmen:

2-Click-Social-Media-Buttons sind keine Lösung

heise.de hat auf seiner Website eine 2-Klick-Lösung eingeführt, die viele andere Websites übernommen haben. Damit ist es möglich, die Funktionalität von Facebook & Co erst nach einem Klick zu aktivieren (Opt-In). Doch konsequenterweise müsste auch jede Grafik, jede Werbeanzeige (die es auf heise.de auch gibt), erst per Opt-In des Besuchers bzw. der Besucherin aktiviert werden. Werden beispielsweise  AdWords eingebunden, werden ebenfalls IP und Identifikationsmerkmale (Cookies) an übertragen, die u. U. mit einem eingeloggten -Konto abgeglichen werden können. Da frage ich mich: Warum soll dies bei Facebook untersagt werden, bei  aber nicht? Und wie sieht es mit Einbindung von YouTube-Videos oder Flickr-Bildergalerien aus? Bei beiden werden ebenfalls per Skripte fremde Serverinhalte eingebunden, die ein Bewegungsprofil ermöglichen. Konsequenterweise müsste auch dies nur per Opt-In, also Zwei-Klick-Lösung eingebunden werden.

 

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Privacy-per-default – Im Grundsatz im gesamten Social Media vorhanden

Privacy-per-default bedeutet, dass die Grundeinstellungen von Produkten und Diensten so zu gestalten sind, dass so wenig personenbezogene Daten wie möglich erhoben oder verarbeitet werden.

Der Grundgedanke bei facebook liegt in der Verteilung von Informationen über die Plattform. “Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.” und darunter zeigt facebook die weltweiten Verknüpfungen.

Auch bei den Nutzungsbedingungen steht als erstes:

1. Privatsphäre
Deine Privatsphäre ist uns sehr wichtig. In unseren Datenschutzrichtlinien machen wir wichtige Angaben dazu, wie du Facebook zum Teilen von Inhalten mit anderen Nutzern verwenden kannst, und wie wir deine Inhalte und Informationen sammeln und verwenden können. Wir bitten dich, die Datenschutzrichtlinien zu lesen und sie zu verwenden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Geht man also davon aus, dass die Grundfunktion das veröffentlichen von bewusst ausgewählten persönlichen Informationen ist, so ist die das erstmalige anmelden – denn ohne dies kann ich den Service nicht nutzen – die Aufhebung der ersten gesetzten Datenschutzeinstellung. Das wäre durchaus eine Definition von “Privacy-per-default“.

Zu Recht wird natürlich immer wieder kritisiert, dass facebook neue Funktionen einführt, die dann schon direkt auf aktiviert sind. Das bedeutet in einem aktiven Profil wird die “Privacy-per-default” Einstellung nicht konsequent eingehalten sondern muss vom Benutzer erst konsequent vorgenommen werden.

Ein grundsätzliches Verständnisproblem. Wenn man (wie scheinbar facebook) davon ausgeht, dass jegliche Information über das System mit allen geteilt und veröffentlicht werden kann (da man die standardmäßige Datenschutzeinstellung durch die Anmeldung aufgehoben hat), dann besteht kein Bedarf an weiteren Abstufungen bei den Datenschutzeinstellungen.

Diese immer umfangreicheren Datenschutzerklärungen und Privatsphäre-Einstellungen kamen erst durch die Forderungen nach mehr Datenschutz (und der gleichzeitigen Bemängelung des Umfangs der selbigen). Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Es braucht ein umdenken. Die Privatsphäre-Einstellungen bei facebook (und anderen Netzwerken) müssten abgeschafft werden und der mündiger Nutzer muss sich im Vorfeld Gedanken machen ob diese Information veröffentlicht werden soll. Das Wie, an Wen und in welchem späteren Zusammenhang kann niemand steuern. Auch nicht durch noch so aufwändige Privatsphäre-Einstellungen. Veröffentlicht ist veröffentlicht – geteilt ist geteilt.

Insofern kann es nur die Einstellungen geben “facebook ja” oder “facebook nein”. Hierbei steht facebook derzeit einfach mal als Begriff für alle anderen und weiteren Netzwerke.

“Privacy-per-default” heißt also einfach und simpel “mitmachen” oder “nicht mitmachen”.

Ich freue mich auf Diskussionen, Anregungen und Anmerkungen….

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