… die schärfste Datenschutzeinstellung wäre eine Verhinderung der Veröffentlichung.
Da der Nutzer sich aber gerade für eine Veröffentlichung entschieden hat, sonst würde sich das Problem ja gar nicht stellen, ist die Frage, ob eine Veröffentlichung in Stufen generell möglich ist.
Ich meine nein. Technisch mag man zwar ein paar erste Grenzen ziehen können, dass die Nachricht/das Foto nur von virtuellen „Freunden“ gelesen werden kann. Ab diesem Zeitpunkt aber ist die technische Einschränkung aufgehoben und ich muss darauf vertrauen, dass meine „Freunde“ jetzt und in aller Zukunft diese Information nicht weiter veröffentlichen oder in einen ganz anderen Kontext bringen.
Besser wäre also, von vorneherein alle Daten als komplett öffentlich einzustellen. Dann gilt es zu überlegen welche Informationen ich auf welchem Wege verbreiten (lassen) möchte.
Hätten alle Communities die Einstellung „Alles ist immer öffentlich“ würden sich die Nutzer sicherlich wesentlich mehr Gedanken über die Veröffentlichung machen.
Sicherlich würden auch dann Datenschützer „aufschreien“. Hier sei nochmal der Hinweis auf die „informationelle Selbstbestimmung“ erlaubt. Diese schließt eben auch die bewusste und freiwillige Veröffentlichung mit ein. Wie viele Daten der Betroffene freiwillig preisgeben möchte, muss dieser selbst entscheiden. Würde dies der Datenschützer pauschal übernehmen, wäre dies Bevormundung, würde der Datenschützer die Möglichkeit im Vorhinein ausschließen, wäre es nah an der Zensur.
Ich für mich nutze es so, dass ALLE Informationen die ich in meine Profile einstelle, für JEDEN sichtbar sind. Auch in dem Bewusstsein, dass diese Information auch in Zukunft abrufbar ist.
Es gilt eben zu überlegen BEVOR ich eine Veröffentlichung tätige. Das ist auch ein Teil des Erziehungsauftrages wenn Schulen und/oder Eltern Ihren Kindern den Zugang zum Internet ermöglichen.