Da stehen Menschen vor Ihrem Haus und lassen sich fotografieren, interviewen und filmen, und das sogar teilweise noch innerhalb Ihrer Wohnung oder mit Aussagen zu ihrem Vermögen.
All dies immer im Zusammenhang mit Google Streetview. Da kam also vor zwei oder drei Jahren mal ein Auto und hat die Hausfassade fotografiert. Eventuell (in der Öffentlichkeit) abgebildete Personen und/oder KfZ-Kennzeichen wurden unkenntlich gemacht.
Die Bilder erscheinen nun bald im Internet ohne Datumsbezug.
All die Bilder und Filme aus den o.g. TV- und Zeitungsbeiträgen erscheinen ohne Verpixelung dafür aber mit einem Datumsbezug und teilweise erheblichen Mehrinformationen. Diese erscheinen aber nicht nur für einen Tag in der Zeitung oder im Fernsehen sondern werden genauso im Internet auf den Onlinekanälen der jeweiligen Medien veröffentlicht.
Auch diese müssten sich ja an die Forderung, bzw. an ein eventuelles Gesetz, halten, dass jemand sein Eigentum und/oder seine Person per vorherigen Widerspruch verpixeln lassen möchte.
Wie soll sich so etwas durchsetzen lassen? Was für ein Eingriff in die Grundrechte eines jeden wären dies?
Man muss Google Streetview nicht mögen. Man muss es auch nicht nutzen und man kann sogar die Bilder auf denen man selbst oder das Haus zu sehen ist (im Vorhinein) löschen lassen.
Das geht bei vielen Berichterstattungen im TV und den Printmedien (leider?) nicht. Oder wo kann ich widersprechen damit ich (oder die Fassade meines Hauses) nicht irgendwann in der Öffentlichkeit aufgenommen und wiedergegeben werde?
Nachfolgend ein paar Links welche eine Menge zu dem Thema sagen:
Google Street View: Restaurantbetreiber fürchten die Pixelei
Jens Best: “Datennutzung im öffentlichen Raum beschützen”
‘zentrales Widerspruchsregister’ – also speichern um nicht gespeichert zu werden?!
Google Streetview und die Einbrecher
Google Streetview und die Sprengfallen
“Hinter der Gardine hervorgucken, aber nicht gesehen werden wollen”