Wer die engen Voraussetzungen von § 7 Abs. 3 UWG beachtet, darf seinen Kunden auch dann einen Newsletter schicken, ohne diesen zuvor um Erlaubnis gefragt zu haben. Es ist also weder ein Opt-In noch ein Double-Opt-In nötig. Stattdessen müssen aber alle der folgenden vier Voraussetzungenerfüllt werden:

  1. Der Unternehmer muss die E-Mail-Adresse des Kunden im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung erhalten haben. Es dürfen also nur Bestandskunden beworben werden.
  1. Es dürfen nur eigeneProdukte beworben werden, die dem bereits verkauften ähnlich Ergänzungsangebote (Up-Selling) sind grds. auch zulässig.
  1. Der Kunde muss bereits bei der Eingabe seiner E-Mail-Adresse und in jedem Newsletter darauf hingewiesen werden, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Ihm ist also jedes Mal eine Kontaktadresse anzubieten, an die er sich wenden kann, um den Newsletter abzubestellen. Daneben muss ein entsprechender Hinweis bereits bei Erhebung der E-Mail-Adresse erfolgen. Hieran scheitert es in der Praxis meistens, so dass die erhaltenen E-Mail-Adressen nicht ohne Einwilligung für Werbezwecke nutzbar sind.
  1. Hat der Kunde von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht (Opt-Out), indem er den Newsletter abbestellt hat, muss seine Adresse aus dem Verteiler genommen werden.

Die Einhaltung dieser vier Anforderungen gewährleistet, nicht illegal Spam zu versenden.

 Ansonsten: Einwilligung für Werbung per Newsletter erforderlich

Wer seinen Newsletter nicht nur an Bestandskunden schicken möchte oder aus anderen Gründen die vier oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllen kann, ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Empfänger vorher um Erlaubnis zu fragen (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG). Hierfür ist das so genannte Double-Opt-In-Verfahren einzusetzen.