Auch bei Autos ist die Technik mittlerweile so komplex; das merkt man spätestens bei der nächsten nötigen Fehlerlesung.

Doch wie weit verfolgt uns die Digitalisierung?
Etwa bis ins Auto?

Immer mehr Pkw verfügen über Unfalldatenspeicher.
Dieser funktioniert wie die Blackbox eines Flugzeuges.
Beschleunigungs- und Bremsdaten werden gespeichert und ausgewertet. Motto: Ich weiß was passiert ist!

Dieser Unfallspeicher speichert und errechnet Daten jeder gefahrenen Strecke. Dadurch wird ein Punktwert erstellt.
Mit diesem Score entwickeln die Versicherungen spezielle Tarife.

Das kann sowohl zum Nach- aber auch zum Vorteil werden:
Die Sparkassen Direktversicherung belohnt jeden Monat den „besten Fahrer“. Dieser erhält einen Monat kostenfreien Versicherungsschutz.

Wie funktioniert das Ganze?
In das Auto muss eine Telematikbox eingebaut werden.
Diese übermittelt im Sekundentakt Daten bezüglich der Bewegung des Pkws. Auch die Standortdaten werden an das Hosting-Center IS in London übermittelt.

Natürlich wird betont, dass deutsche Datenschutzrechte eingehalten werden. Jedoch ist unklar, was die Subunternehmen mit den Daten machen.

Demnach können die Versicherungen in Echtzeit überwachen, wer wann wohin fährt, wie lange, wie oft wird beschleunigt oder gebremst; also auch wer einen etwas riskanteren Fahrstil pflegt!

Subaru hat eine App entwickelt, die die Verhaltensweisen des Fahrers analysiert.
Während der Fahrt können sogar Tipps zum Fahrverhalten geliefert werden.

Also:

Wer langsam und vorsichtig fährt ist klar im Vorteil (auch in Bezug auf den Datentransfer)!

Oder gewähren wir somit doch zu tiefe Einblicke in das Persönlichkeitsrecht?

 

http://www.zeit.de/digital/datenschutz