Newsletter 11/2016

Meine Leseempfehlungen:

Und wo sind Sie überall noch eingeloggt?

Einmal verschollen „im Dschungel der geöffneten Tabs“ verliert man oft den Überblick.

Mit dieser praktischen Website finden Sie heraus, wo Sie überall angemeldet sind bzw. vergessen wurde sich auszuloggen.

Ganz einfach wieder Überblick für Ihre Sicherheit verschaffen!

robinlinus.github.io/socialmedia-leak/

Europäischer Gerichtshof beschließt, dass die Speicherung der IP-Adressen für IT-Sicherheitszwecke ausdrücklich erlaubt ist

Immer wieder stand das Speichern der Adressen in Verbindung mit dem Datenschutz zur Diskussion und sorgte für Ungereimtheiten.

Jetzt hat der Europäische Gerichtshof das Thema erneut betrachtet:

Hier finden Sie die Pressemitteilung vom 19.10.2016 (weitere Details ergeben sich aus dem Urteilstext):

curia.europa.eu/jcms/upload

IT-Leiter dürfen nicht zum Datenschutzbeauftragten bestellt werden
Bayerische Aufsichtsbehörde ahndet mit Bußgeldern

Fachkompetente Datenschutzbeauftragte sind (gerade auch in mittelständischen Unternehmen) schwer zu finden; oftmals scheint die Bestellung des IT-Managers als einfachste Lösung.

Dies steht aber im Widerspruch und ist (gem. § 4f Abs. 2 Satz 1 BDSG) unzulässig.
Auch nach Wirksamwerden der DSGVO (gültig ab dem 25.05.2018) besteht diese Vorschrift fort!

Es gilt zu beachten, dass der IT-Beauftragte sich im Rahmen des Datenschutzes der Selbstkontrolle unterziehen müsste; demnach besteht die Gefahr von Interessenkonflikten.
In Unternehmen dürfen nur unabhängige „Kontrollpersonen“ zum Datenschutzbeauftragten ernannt werden.

Laut einer Pressemitteilung vom 20.10.2016 seitens des Bayerischen Landesamtes für Datenschutz wurde bereits ein Unternehmen zu einem bestandskräftigem Bußgeld verurteilt.

Anbei finden Sie die Pressemitteilung des BayLDA:

www.lda.bayern.de

Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz legt Voraussetzungen für Nutzung von Sozialen Medien in öffentlichen Stellen fest

Soziale Netzwerke wie WhatsApp, Twitter und Facebook gehören längst schon zu den beruflichen Kommunikations- und auch Informationsdiensten.

Diese Dienste dürfen bis zur abschließenden gerichtlichen Abklärung von öffentlichen Stellen genutzt werden, wenn sich an bestimmte Voraussetzungen/Vorgaben gehalten wird.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die Unternehmen oder Organisationen darauf hinweisen, wie auch ohne über die Social Media-Dienste mit Ihnen Kontakt aufgenommen oder Informationen eingeholt werden können (z.B. via E-Mail oder entsprechenden Hinweis auf die Homepage) um keine Pflicht zu vermitteln, dies über soziale Netzwerke tun zu müssen.

Anbei finden Sie den Handlungsrahmen aus dem hervorgeht, was öffentliche Stellen zu beachten und einzuhalten haben:

www.datenschutz.rlp.de

E-Mailadressen sollen ohne Einwilligung der Betroffenen gespeichert bzw. genutzt worden sein

Das Unternehmen Unister musste nicht nur Insolvenz anmelden, sondern steht jetzt auch noch im Fokus vom sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig.

Dieser verlangt von dem Leipziger Internetportal (dazu gehören u.a. bekannte Urlaubsportale wie: fluege.de und ab-in-den-urlaub.de) Auskunft über den möglichen Missbrauch von Mailadressen zu Werbezwecken.

Mehr als 13,3 Millionen Adressen sollen ohne Einwilligung der Betroffenen gespeichert bzw. genutzt worden sein.

Denken Sie dran: Auch bei weniger Adressen ist eine Einwilligung erforderlich!

m.focus.de/finanzen/news

Google Data Studio Beta

In 22 Ländern ist die Beta für Googles Data Studio gestartet – so auch in Deutschland.

Hier können Sie das Tool zur Anpassung und besseren Visualisierung von Daten-Reports kostenfrei testen:

www.google.com/analytics/data-studio

Praktisch und Zukunftskonform: Krankenkasse bietet Leistungs-App an

Ein schönes Beispiel für die sinnvolle Digitalisierung!

Einfach die Rechnungen fotografieren oder scannen anstatt diese zu verschicken:

www.debeka.de/service/app/leistungs-app

Termin-Tipp: Futurale Filmfestival Arbeiten 4.0 in Gütersloh
Samstag 05.11.2016: Mein wunderbarer Arbeitsplatz

In diesem Dokumentarfilm äußern sich Unternehmen zu Konjunkturrückgang und gewähren einen Einblick in deren Maßnahmen die dafür sorgen sollen, dass ihre Mitarbeiter wieder mit „positiver Energie“ arbeiten und somit mehr Umsatz generieren.

Inspirierend und interessant:

www.arbeitenviernull.de/filmfestival

Behörden dürfen keine eigenen Fragebögen erstellen … und machen das doch recht häufig

Viel tiefer konnte in diesem Fall wohl nicht in die Privatsphäre „eingegriffen“ und gegen das Persönlichkeitsrecht verstoßen werden!? Auch aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Behördenmitarbeiter häufig eigene „offizielle“ Fragebögen an Unternehmen verschicken. Es gilt auch hier: Prüfen Sie ob eine Übermittlung zulässig ist – oder fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten.

www.derwesten.de/panorama

EU-US Pricacy Shield

Auf der Homepage der LDI NRW (Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit) finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen wie:

„Welche Prüfpflichten gilt es einzuhalten?“
„Welche Betroffenenrechte ergeben sich?“
„Gibt es Übergangsregelungen?“

www.ldi.nrw.de

Nähere Informationen zu allen Themen sowie den kommenden Veranstaltungen finden Sie auf meiner Internetseite:

www.werning.com/aktuelles

www.werning.com/aktuelles/aktuelle-veranstaltungen/