Wirtschaftliche Vorteile durch einen Datenschutzbeauftragten (DSB) im Unternehmen
📌 Kernpunkte:
Die CNIL hat untersucht, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Funktion des Délégué à la protection des données (DPO) („Datenschutzbeauftragter“) für Unternehmen bringen kann – über die reine Rechts- und Compliance-Pflicht hinaus.
Vier zentrale Nutzen-Dimensionen werden identifiziert:
- Vorteil bei Ausschreibungen: Unternehmen mit Datenschutzbeauftragten werden als vertrauenswürdiger eingestuft und haben bessere Chancen bei Aufträgen, die Datenverarbeitung oder Datenschutz erfordern.
- Reduktion von Sanktionen: Durch systematische Datenschutz- und Risikoprozesse lassen sich Bußgelder und reputationale Schäden vermeiden.
- Verhinderung von Datenlecks und effizientere Datenverarbeitung: Der DSBträgt dazu bei, Datenbestände besser zu kennen, Doppelverarbeitungen und Silos zu vermeiden, wodurch interne Prozesse effizienter werden.
- Optimierung der Daten-Governance: Datenschutz wird nicht nur als Risiko gesehen, sondern als strategischer Hebel – z. B. in der Verknüpfung mit IT-Sicherheit, CSR und Geschäftsstrategie.
Der Nutzeffekt variiert mit Unternehmensgröße und der Haltung zur Compliance: Firmen, die Datenschutz als Ressource und nicht nur als Pflicht sehen, erfahren stärkere positive Effekte.
Empfehlung der CNIL: Damit der DSB seine Wirkung voll entfalten kann, sollte er – u. a. – früh in strategische Gremien eingebunden sein, seine Rolle klar kommuniziert werden und messbare Kennzahlen entwickelt werden, um seinen Wert sichtbar zu machen.
Zum Bericht der CNIL: https://www.cnil.fr/fr/quels-benefices-economiques-du-dpo-en-entreprise
